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Sie spielte Peaches, ein Hollywood-Star mit Vergangenheit.

GestorbenBearbeiten

Süddeutsche Zeitung (DEU) 20.01.2005
Bis zur Weißglut
Wo sie war, war die Action - zum Tod von Virginia Mayo
Sie war eine der tollsten Frauen der Nachkriegszeit, blond, tasty, mit kräftigem Profil, eine Frau, die sich gern Massen von Männern gegenübersah . . . Eine rassige Mischung, ein Urahne kämpfte im Unabhängigkeitskrieg, gründete die Stadt St. Louis, Missouri, wo sie geboren wurde, die Mutter war eine Deutsche. Virginia kam nach Hollywood, wurde von den Superproduzenten Selznick und Goldwyn getestet, und entwickelte sich zum echten Profi. Howard Hawks, dem das nicht unbemerkt blieb, ließ sie - weil sein Frauenbild sich damals an Lauren Bacall orientierte - auf eine leere Studiobühne gehen und losbrüllen, damit ihre Stimme tiefer wurde. Sie hielt den Mann trotzdem für ein Genie, durfte in seinem "A Song Is Born" die Gangsterbraut Honey Swanson spielen. Es war ihr vierter Film mit Danny Kaye, als dessen Gegenpart sie von Goldwyn angeheuert wurde.
Hawks war ein Genie, aber der Liebling unter den Regisseuren war für Mayo Raoul Walsh - und sie, vice versa, seine Lieblingsfrau. Viermal hat er sie besetzt, darunter die Westernliebesballade "Colorado Territory", ihr Lieblingsfilm, und "White Heat", wo sie als Gangsterschlampe James Cagney hintergeht: "Der dynamischste Mann, den ich je traf, bei ihm musste ich nicht spielen, nur reagieren auf das, was er tat." In den Fünfzigern hat sie wunderbare Action gemacht, mit den besten B-Regisseuren, von Jacques Tourneur bis Allan Dwan. Einer ihrer irrsten Rollen, da wurde sie ausgeliehen ans RKO-Studio, war in "Devil's Canyon", eine singuläre Frau unter 500 Häftlingen in einem Gefängnis in Arizona. Eine Rolle, die sich wohl der Studioboss selbst ausgedacht hat, das war damals Howard Hughes. Am 17. Januar ist Virginia Mayo mit 84 Jahren in Thousand Oaks, Kalifornien gestorben.

ÜberschriftBearbeiten

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